Sony Alpha 6000 statt Vollformat für Portugal

Nach Portugal ging es dieses Jahr zum Fotoworkshop zum ersten mal nur mit der Sony Alpha 6000 als Ersatz für die Vollformat. Es war ein Versuch, den ich auf jeden Fall nicht bereute. Habe ich aber doch was vermisst? Lese es hier.
 
Bildqualität,  Gewicht und die insgesamt gesehene Mobilität hatten mich zu der Entscheidung veranlasst, ohne meine Nikon D750 nach Portugal zu fahren. Dafür kam meine bereits bewährte Sony Alpha 6000 mit. Natürlich mit den Festbrennweiten der Sigma Art Serie 19 mm, 30 mm und 60 mm, jeweils f/2.8. Dazu noch das Vario Tessar T* E 4/16-70 mm ZA/Zeiss. Letzteres aber nur, wenn ich noch weitwinkliger arbeiten möchte oder für Schnappschüsse in der Freizeit. Denn nach nun langer und häufiger Benutzung bin ich von der Abbildungsleistung des teuren Zooms im Vergleich zu den extrem günstigen Festbrennweiten nicht überzeugt. 
 

Überlegungen vor dem Fotoworkshop

Bevor ich mich für die Spiegellose entschied, gingen mir so einige Gedanken durch den Kopf. Besonders, ob ich etwas vermissen würde.
 
 

Der Look des Sigma 30 mm f/1.4 am Vollformat

Vielleicht. Andersrum... was ich nicht im direkten Vergleich sehe, wird mich nicht belasten. Zufrieden sein mit dem was man zur Verfügung hat... das ist hier das Motto. Und dann natürlich das Beste daraus machen.
 
 

Die geringere Schärfentiefe des Vollformats

Nein.... denn wenn ich in Portugal bin, möchte ich auf den Bildern auch einen Teil der Umgebung einbinden. Und da ist dann eine nicht so geringe Schärfentiefe von Vorteil. Auch bei offener Blende.
 
 

Die Bildqualität

Nun, in Verbindung mit den Sigma Festbrennweiten kann es die Sony Alpha 6000 problemlos mit der Nikon D750 aufnehmen. Dabei interessieren mich keine Laborwerte,  sondern das, was ich mit meinem Auge sehe.
 
 

Brennweite über 90 mm, also das 70 - 200 mm f/2.8

Könnte ein kleines Problem werden, denn ich kenne dort die Locations nicht. Hoffe jedoch, immer nah genug an die Modelle heran zu kommen. Und dann wird das 60 mm am APS-C (90 mm im Vergleich zum Vollformat) ausreichend sein.
 
 

Rauschverhalten

Bis ISO 1600 nutze ich auch die Sony Alpha 6000. Daher wird mir die höhere ISO-Einsatzfähigkeit des Vollformats nicht fehlen.
 
 

Highspeedsynchronisation (HSS) beim Blitzen

Belichtungszeiten beim Blitzen über 1/200 Sekunde werde ich kaum benötigen bezüglich dem Einfrieren von irgendwelchen Bewegungen. Und klar, in der Sonne kommt man ruckzuck über die 1/200 Sekunde. Doch habe ich dafür die ND-Filter 0.9 (8x,) 1.8 (64x) und 3.0 (1000x). Zwar in 77 mm für meinen größten Filterdurchmesser an den Sigma Vollformat, mit den Step-Up-Adapterringen jedoch auch auf 46 mm nutzbar.
 
 

Fazit

Nun ist der Fotoworkshop vorbei und ich muss sagen, dass ich wirklich überhaupt nichts vermisst habe. Na gut, ich sah vielleicht nicht immer so professionell aus mit dem kleinen Ding. Besonders nicht, wenn ich dort mit meinen Teilnehmern und den dicken, schwarzen DSLR zusammen stand. Aber Mensch, im Endeffekt gilt es doch immer noch: Die Kamera ist nur ein Werkzeug! 
 
Werde ich die Sony Alpha 6000 nun immer als Einzige im Ausland nutzen? Nein, denn ab und zu muss ich auch mal mein Ego aufpolieren und zeigen, was ich habe :-) Ihr versteht, ne? Also ich meine das ernst. Man wird einfach für "Voller" genommen mit der dicken Schwarzen. 
 
 
Der separate Bericht zu Portugal und weitere Bilder folgen noch.
 
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