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9 Tipps für den Einstieg in die Fotografie

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Du hast Dich entschieden oder spielst mit dem Gedanken, mit der Fotografie zu beginnen? Oder hast auch schon eine neue Kamera und weißt nicht so richtig, wie Du vorgehen sollst?

 
Ich schreibe Dir hier einfach mal ein paar Tips zur Orientierung auf:
 
 

1. Equipment kaufen

 
Gleich zu Beginn ein Satz, den Du Dir für alle Zeiten Deiner Fotografie merken solltest: Deine Ausrüstung macht Dich nicht zu einem guten Fotografen. Wenn Du gerade erst anfängst, ist eine Profikamera nicht das Richtige für Dich und auch eine Verschwendung von hart erwirtschafteter Kohle. Außerdem wird es Deinen Lernprozess eventuell ein wenig erschweren. Vergleichbar mit einem Formel 1 Rennwagen, den Du Dir kaufst um fahren zu lernen.
Wenn Du was kaufen möchtest, höre Dich erstmal ordentlich um und lese in Fotografie-Foren oder Artikel in Zeitschriften. Sobald Du etwas gefunden hast, was Dein Portemonaie nicht zum Weinen bringt, schlage zu. Und bedenke: Es gibt heute keine schlechte Kamera mehr auf dem Markt. Die Konkurrenz ist so groß geworden, dass jeder Hersteller immer versuchen wird, ein Maximum auf Leistung bezogen auf die jeweiligen Kameraklassen auf den Markt zu bringen.
 

Outdoor reading 2 von Piotr Szczepankiewicz auf 500px.com

 
 

2. Mache jede Menge Fotos

 
Umso mehr Fotos Du machst, umso besser wirst Du. Hier zählt die Erfahrung. Nach einer Zeit schaust Du mal auf Deine allerersten Fotos zurück. Wo Du schon dachtest, dass sie ganz toll wären und dann wirst Du erkennen, welchen digitalen Schrott Du auf die Speicherkarte geschoben hast. Doch das gehört einfach zum Lernprozess. Wie sagte mal ein bekannter Fotograf? "Deine ersten 10.000 Fotos werden Deine schlimmsten sein"
 
 

3. Die Gebrauchsanleitung Deiner Kamera

 
Die Gebrauchsanleitungen Deiner Kamera ist wohl die langweiligste Lektüre, welche Dir zwanghaft auferlegt wird. Trotzdem ist es eine gute Sache, sich mit diesem ermüdenden Seiten auseinander zu setzen. Auch wenn Du vielleicht Einiges nicht verstehen wirst... Du kannst ja jederzeit wieder nachlesen, drinnen herumblättern und irgendwann verstehst Du vielleicht die Zusammenhänge der Fotografie und was Deine Kamera alles kann. Oder Du kürzt das Ganze ab und nimmst am meinem erfrischenden Kurs "Grundlagen der Digitalfotografie" teil ;-)
 
Bahnhof bei Nacht
 
 

4. Suche den Kontakt zu anderen Fotografen

 
Dies ist von unschätzbarem Wert, egal ob Du Dich bei einer Online-Gruppe anmeldest, die Deine Kameramarke nutzt oder Dich einem lokalen Verein anschließt, Du wirst in der Fotografie auf jeden Fall schneller voran kommen und es wird Dir jede Menge Spaß machen, wenn Du immer und immer besser wirst und Deine kleinen Fehler irgendwann total verschwinden. 
Auch kannst Du Kontakt zu Fotografen aufnehmen, die in Deinen Augen tolle Fotos machen. Wenn Du Glück hast, beantworten die sogar die ein oder andere Frage, solange die Antwort nicht zuviel Zeit in Anspruch nimmt. Ich persönlich beantworte auch immer gerne, wenn es meine Zeit gerade zu lässt.
 
 

5. Versuche Dich in Allem

 
Auch wenn Du später mal nur einen bestimmten Bereich fotografieren möchtest, versuche Dich erstmal in Allem. Dadurch bekommst Du jede Menge Erfahrung und das ist Gold wert. Persönlich ist mein Steckenpferd die Personenfotografie geworden. Doch gelegentlich treibt es mich in die Natur und ich mache Landschaft sowie Makro. Eine Erweiterung des Horizonts ist nie verkehrt.
 
Pilze im Gegenlicht 
 
 

6. Erhalte Feedback - aber richtigen

 
Deine Familie und Deine Freunde mögen Dich, aber sie werden Dich belügen bezüglich Deiner Fotos. Einmal durch das persönliche Verhältnis zu Dir oder/und weil sie keine Ahnung von Fotografie haben. Wenn dem so ist, dann wird es besser sein, Du holst Dir Feedback von fremden Fotografen mit Erfahrung. Die Meinungen können hart sein, zum Teil echt brutal. Aber dann gehst Du eben eine Runde heulen, liest sie nochmal und dann wirst Du merken, dass sie Dir helfen. Vorausgesetzt, Du kannst mit Kritik umgehen und die sie bezog sich auch wirklich nur auf das Foto und nicht auf Deine Person. Persönliche Angriffe haben bei Fotokritiken nichts verloren. Kommen aber vor.
Fotoforen wie das DSLR-Forum sind da sehr gut. Die haben extra eine Rubrik dafür. Doch sei darauf gefasst, dass Du unter Umständen zerfleischt wirst ;-) Auch Gruppen bei Facebook können eine sehr gute Hilfe sein.
 
 

7. Entferne Dich von der Automatik

 
Wenn Du mal wirklich ein guter Fotograf werden möchtest, dann ist das überlebenswichtig! Da führt kein Weg dran vorbei! Genieße Deine ersten Schritte in der Vollautomatik, doch gehe dann so schnell wie möglich davon weg. Die Halbautomatiken oder der manuelle Modus ist gar nicht so schlimm zu bedienen, wie viele Beginner immer meinen. Es ist eben wie mit dem Auto fahren. Erinnerst Du Dich noch an Deine ersten Schritte? Wenn der falsche Gang kam und das Getriebe sich dafür ätzend bedankte? Irgendwann konntest Du kuppeln, schalten, den Blinker setzen ohne nachzudenken. So ist das in der Fotografie auch. Schritt für Schritt und alles wird gut.
 
 

8. Die Dunkelkammer

 
Du kennst den Begriff nicht mehr? Kein Wunder, wenn Du mit der Analog-Fotografie groß geworden bist. In der Dunkelkammer wurden immer die Fotos entwickelt bei Rotlicht und jeder Menge Chemie. Jedes Foto von Hand. Heute geht das mit der digitalen Bildbearbeitung am PC. Komfortabel, praktisch und überall. Sogar bei Sonnenlicht ;-)
Fotografie ohne Bildbearbeitung geht kaum noch. Wenn Du einmal weißt, was mit so einem Programm alles möglich ist, wird es zu Deinem Workflow gehören wie das tägliche Wechseln der Schlüppie. Öhm... ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du es tust.
Du kannst eigene Looks mit Farben kreieren, Fotos nachträglich optimieren und vieles, vieles mehr. Begriffe wie Lightroom oder Photoshop bekommt jedes Fotografenbaby in die Wiege gelegt.
Bei Youtube gibt es jede Menge kostenlose Tutorials über Bildbearbeitung. Oder Du nimmst an einem meiner Kurse teil... wieder mal :-)
 
 

9. Habe verdammt nochmal Spaß

 
Das ist der beste und wichtigste Teil bei der Fotografie... sie in vollen Zügen zu genießen und Freude daran zu haben.
Lasse Dich nie von erfolglosen Versuchen demotivieren, sondern sehe schlechte Fotos als Antrieb besser zu werden. Verzettel Dich nicht mit Profis. Denn diese haben einen Anspruch, denn Du zu Anfang niemals befriedigen können wirst. Aber auch der beste Fotograf war mal da, wo Du heute bist. Leider vergessen das Viele. Bleibe dabei und mache viele Fotos, bilde Dich weiter, fordere Dich selbst heraus und bleibe immer selbstkritisch... und über Allem.... habe verdammt nochmal Spaß!!
 
 
 

 

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